Die steuerliche Haftung bei Werkverträgen

Das „Wachstumsdekret“ hat bei den Werk- und Unterwerkverträgen von Bauarbeiten grundlegende Änderungen, was die steuerliche Haftung anbelangt, eingeführt.
 
25.10.2012
Wie bereits erwähnt, ist am 12. August das so genannte Wachstumsdekret in Kraft getreten, welches im Artikel 13-ter tiefgreifende Änderungen im Bereich der steuerlichen Haftung bei Werk- und Unterwerkverträgen von Bauarbeiten vorsieht.
Zusammenfassend, sieht diese Bestimmung vor, dass bei Werk- und Unterwerkverträgen sowohl der Auftraggeber (Kunde) als auch der Auftragnehmer (Bauunternehmer) solidarisch für die Bezahlung der Lohnsteuern und der Mehrwertsteuer des Hauptunternehmers und des Subunternehmers haften, die im Rahmen der im Vertrag vorgesehenen Arbeiten, anfallen.
Falls sich der Unternehmer (Bauunternehmer) bzw. Kunde eine Bestätigung aushändigen lassen, welche nachweist, dass die fälligen Lohnsteuern von Seiten des Unternehmers bzw. Subunternehmers regulär bezahlt worden sind, dann entfällt diese Haftung.
Sollte diese Bestätigung fehlen, kann sowohl der Unternehmer gegenüber dem Subunternehmer als auch der Kunde gegenüber dem Unternehmer die Bezahlung der Dienstleistungen aussetzen, bis die erforderliche Bestätigung besorgt worden ist.
Werden diese neuen Bestimmungen nicht eingehalten, sind Verwaltungsstrafen im Ausmaß von 5.000,00 bis 200.000,00 Euro vorgesehen und die Bezahlung der Dienstleistungen wird ausgesetzt.
Die Agentur der Einnahmen legt fest, dass anstatt einer Bestätigung von Seiten eines befähigten Freiberuflers (Wirtschaftsberaters) oder CAF auch eine Selbsterklärung gemäß DPR 455/2000 gültig ist, in der der Hauptauftragnehmer und der Subunternehmer die Einhaltung der steuerlichen Verpflichtungen belegen.

In der Selbsterklärung müssen folgende Punkte aufscheinen:
  • die Abrechnungsperiode, in der die Mehrwertsteuer der diesbezüglichen Rechnungen abgerechnet wurde und ob daraus eine Mehrwertsteuerschuld hervorgeht oder ob das Sondersystem „IVA per cassa“ oder das „Reverse Charge“ System angewandt wurde,
  • die Periode, in der die Lohnsteuern bezahlt bzw. kompensiert worden sind,
  • das Einzahlungsmodell „F 24“ mit welchem die Lohnsteuern und die Mehrwertsteuer bezahlt oder kompensiert worden sind,
  • die Bestätigung, dass sich die diesbezügliche Mehrwertsteuer und die diesbezüglichen Lohnsteuern den entsprechenden Werk/Unterwerkvertrag betreffen.
Ein Muster dieser Selbsterklärung kann man von unserer Webseite unter dem Punkt „Nützliches“ herunterladen.

Siehe Rundschreiben der Agentur der Einnahmen n. 40/E vom 09.10.2012

 
Zurück zur Liste
 
 

     
ITA
 
Top News
20.12.2017
 
Neuer gesetzlicher ...
 
Ab 01.01.2018 beträgt der ...
 
15.02.2017
 
Steuerguthaben für ...
 
Anträge für das Steuerguthaben ab ...
 
15.12.2016
 
Neuer gesetzlicher ...
 
Ab 01.01.2017 beträgt der ...
 

I-39030 St. Vigil / Enneberg
Kronplatz Str. 20
 
 
Tel. +39 0474 501 399
Impressum Sitemap
 
© 2018 Verginer Business Consulting - Mw.St.Nr.: IT00690640214