Erschwerte Auflagen für die MwSt.- Ist-Besteuerung

Die Steuerpflichtigen, die im Vorjahr einen Umsatz von nicht mehr als 2 Millionen Euro erzielt haben oder bei Beginn ihrer Tätigkeit davon ausgehen, dass ihr Umsatz geringer als dieser Betrag ausfällt, haben die Möglichkeit für die Mehrwertsteuer Abrechnung nach dem vereinnahmten Entgelt zu optieren (cash accounting).
 
30.11.2012
Gemäß dem ministeriellen Dekret vom 11. Oktober 2012 ist die entsprechende Durchführungsverordnung erlassen worden. Infolge des Artikels 32-bis der Notverordnung Nr. 83/2012, umgewandelt in das Gesetz Nr. 134/2012, können die Steuerpflichtigen für diese Abrechnungsform optieren, sofern sie im Vorjahr einen Mehrwertsteuerumsatz von weniger als 2 Millionen Euro erzielt haben oder bei Beginn ihrer Tätigkeit diese Summe nicht überschreiten. Das bedeutet im konkreten, dass die auf den Verkauf von Gütern oder Erbringung von Dienstleistungen gegenüber anderen Unternehmern oder Freiberuflern anfallende Mehrwertsteuer erst dann fällig wird, wenn das vereinnahmte Entgelt kassiert wird. Nach Ablauf eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Durchführung der Operation wird die Mehrwertsteuer auf jeden Fall fällig uns muss bezahlt werden, außer gegenüber dem Käufer oder Auftraggeber wird innerhalb eines Jahres der Konkurs eröffnet.

Jene Steuerpflichtigen, die sich für diese Mehrwertsteuer-Ist- Besteuerung entscheiden, dürfen die auf den Einkauf anfallende Mehrwertsteuer erst dann abziehen,  (Vorsteuerabzug), sobald sie die diesbezügliche Rechnung bezahlt haben.
Was die Mehrwertsteuer auf die ausgestellten Rechnungen anbelangt, so fließt sie in jene monatliche oder trimestrale Abrechnung ein, in der der Steuerpflichtige die Zahlung vom Kunden erhält oder auf jeden Fall innerhalb eines Jahres ab Durchführung der Operation. Findet eine nur teilweise Zahlung statt, so wird die abzuführende Mehrwertsteuer im Verhältnis zwischen dem kassiertem Betrag und dem Gesamtbetrag berechnet.
Die Mehrwertsteuer auf den Eingangsrechnungen kann vom Steuerpflichtigen, der für die Mehrwertsteuer-Ist-Besteuerung (cash accounting) optiert hat, erst dann abgezogen werden, sobald er die Zahlung der diesbezüglichen Rechnung durchgeführt hat und auf jeden Fall innerhalb eines Jahres nach dem die Mehrwertsteuer nach den zur Zeit geltenden Bestimmungen als fällig betrachtet wird. Wird die Rechnung nur teilweise beglichen, so gilt auch hier, dass die Mehrwertsteuer nur im Verhältnis zwischen dem bezahlten Betrag und dem Gesamtbetrag abgezogen werden kann.
Man darf nicht vergessen, dass die Mehrwertsteuer-Ist-Besteuerung nur zwischen Unternehmern und/oder Freiberuflern gilt. Das bedeutet, dass der Verkauf von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen gegenüber privaten Konsumenten nicht nach der Ist-Besteuerung abgerechnet werden kann. In diesen Fall muss der Verkäufer die Mehrwertsteuer in seiner periodischen Abrechnung berücksichtigen, unabhängig davon ob er die Rechnung vom Kunden kassiert hat oder nicht. Er darf aber auf der anderen Seite die auf den Einkauf anfallende Mehrwertsteuer abziehen, sofern er sie bezahlt hat oder im Falle einer teilweisen Bezahlung nach dem oben genannten Verhältnis.
 
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